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Lichtenmeer
liegt in der Provinz Terwan, der Kornkammer Trawoniens. Herr über
Terwan ist der Orden der Achenar, doch gibt es vereinzelte bahamuthgläubige
Lehen in der Provinz, zu denen Lichtenmeer zu zählen ist.
Die
dünn besiedelte Baronie liegt tief im Osten Trawoniens an der Grenze
zum Dunklen Reich, unweit der Stelle, wo sich die Flüsse Frek und
Arwed vereinen. Dort enden die mächtigen Sümpfe, die Trawonien
von Kerfrek trennen. Von Lichtenmeer ist es nicht weit in die berüchtigte
Stadt Hohenfluten, die im Zentrum der Sümpfe liegt.
Aufgrund seiner Randlage war Lichtenmeer lange Jahre aus dem Blickpunkt
der Mächtigen gerückt. Ein grausamer Ketzer, der sich selbst
„Landvogt“ nannte, schikanierte die Bewohner.
Im Jahr 503 vergab der Orden zu Schwert und Kelch das Lehen an den verdienten
Ritter Sir Gildred, der wieder für Recht und Ordnung sorgte und den
Bauern neuen Lebensmut gab. Gildred brach bald darauf zu einer Queste
auf. Bislang hat man keine Nachricht mehr von ihm erhalten. Als dann auch
seine Frau, Lady Sindel, ums Leben kam, hatte Lichtenmeer wieder keinen
Herrn. Jetzt verwaltet der vom König ernannte Vogt, Vengard aus Dornberg,
das Lehen.
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Das
kleine Lehen erstreckt sich etwa
15 Meilen von West nach Ost und zirka in derselben Länge von Nord
nach Süd. Burg Lichtenmeer, um die sich seltsame Gerüchte ranken,
liegt weit im Osten nahe der Grenze, wo der breite Strom Arwed mit seinen
zerklüfteten Ufern eine natürliche Barriere zum Dunklen Reich
bildet. Die anderen Orte befinden sich etwas weniger exponiert im Landesinneren.
Zu ihnen zählen die Dörfchen Saugrub, Stampfboden, Bährenbach,
Klappermühle und Lichtenweiler. Wichtigster Ort ist das Gut Dornberg.
Hier ist das Fähnlein beheimatet, und hier wohnt der Vogt, der im
Lehen Recht spricht.
Lichtenmeer
ist von dichten und dunklen Wäldern bedeckt. Allerlei Wesen sind
hier zu Hause. Berühmt ist das Lehen für seine großen
und besonders wilden Wildsauen. Im Norden der Baronie beginnen die großen
Sümpfe, die sich bis nach Kerfrek erstrecken.
Nur direkt um die Dörfer, wo die Bewohner dem Wald mühsam Land
abgetrotzt haben, wächst unter der Obhut von Großbauer Veit
das Korn in dichten Ähren.
Es gibt nur einen größeren Weg, gerade so groß, dass
ein Karren darauf passt. Der Weg führt von Lichtenmeer nach Dornberg
und von dort weiter ins Innere der Provinz Terwan. Insgesamt leben etwa
800 Menschen in Lichtenmeer. |
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