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Frühjahrsausgabe 511 :
1 Kupfer (Lichtenmeer)
3 Kupfer (Resttrawonien)
5 Kupfer (Auswärts)

Dornberger Dorfbote
unglaublich - ungebührlich

Nachrichten sind unsere Leidenschaft
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Pompfball ist unsere Passion

 
 
 
 
Fähnlein zieht gegen Norden - legendäres Grabmal entdeckt
Fähnlein macht Schluß mit marodierenden Orks - Fahne erbeutet
 
 

Saugrub/Grenzland - Schon seit mehreren Wochen waren Gerüchte im Umlauf, dass Orks Gehöfte und Weiler im Norden Lichtenmeers plünderten. Vogt Vengard beschloss, eine Abordnung von Fähnleinskriegern nach Saugrub zu schicken, um nach dem Rechten zu sehen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte eine Bande Orks Saugrub überfallen und einige Gehöfte in Brand gesteckt.
Unter der bewährten Führung von Leutnant Silberwolf drang das Fähnlein in die Wälder nördlich von Saugrub vor und konnte ein Horde Orks aufstöbern, die gerade dabei waren, Spin, einen alten Kameraden des Fähnleins, ihren unheiligen Göttern zu opfern. Noch rechtzeitig befreit, war es Spin, der das Fähnlein auf die Spur der Orks brachte. In der alten Ruine von Schwarzenmur hatte sich eine große Anzahl der Schwarzpelze verschanzt. Thalion und Veit spähten das Ork-Nest aber erfolgreich aus, und das Fähnlein konnte die Burgruine nach kurzem und heftigem Scharmützel einnehmen.
Schnell merkten die Dornberger Streiter aber, dass die Ruine noch einige Geheimnisse bereit hielt. Der innere Brughof war durch eine magische Barriere verschlossen, und plötzlich erschien ein ziegenköpfiges Wesen auf der Suche nach einer blauen Bärenblase. Ein altes Dokument veriet schließlich, dass die Mauern von Schwarzenmur die Grabmäler der großen Streiter Veit von Dornberg und Rutger von Schwarzenmur bargen, die Seit an Seit im Düsterbrook für das Licht gestritten hatten. Von einer alten Prophezeiung war die Rede, dass erst dann, wenn wieder wahre Herren auf Dornberg regierten, sich die Gräber den Würdigen öffnen und ihr Geheimnis preisgeben würden. Unter Bahamutsgesängen fielen die magischen Schranken und die Fähnleins-Streiter wurden vom untoten Grabwächter zu einigen schweren Prüfungen geführt, die sie unter Einsatz ihres Lebens meisterten.
Pompfball mit ziegenköpfigen Wesen, Wetttrinken mit Jungfern von augenblendendem Liebreiz, Tanzreigen bis zur totalen Erschöpfung und Liebeslyrik aus der Tiefe harter Kriegerherzen sowie die unbändige Liebe zu Dornberg öffneten dem Fähnlein die letzte Tür zum Grab der legendären Streiter. Dort mussten noch Zweikämpfe beweisen, dass das Fähnlein auch im Kampfe tüchtig ist, und dann war der Schatz des Grabes endlich im Besitz der tapferen Dornberger: Die alte Distelfahne, die Veit von Dornberg im Düsterbrook gegen die Finsternis erhoben hatte, wird von nun an dem Fähnlein stolz vorangetragen und für weiteres Sclachtenglück sorgen.

 
     
 
! Pompfball im August !
 
Schock für Dornberg: Verlässt uns Veit?
 
 
Der Termin steht fest! Die 8. Trawonische Pompfball - Meisterschaft zu Dornberg findet in diesem Jahr vom 26. bis 28. Tag im achten Monat statt. Zahlreiche Mannschaften haben bereits Interesse bekundet, wieder teilnehmen zu wollen. Ganz Lichtenmeer freut sich schon jetzt auf die Gäste und auf knallharte Spiele.
 
Es ist bislang nur ein Gerücht, dennoch sind die Leute in Lichtenmeer zutiefst besorgt. Ihrem Großbauern, dem wackeren Veit, scheint es nicht wohlzuergehen. Der Schleim in seinen Lungen plagt ihn. Nach dem großen Gelage in Saugrub, als das Fähnlein den Sieg über die Orks feierte, lag Veit eine Woche danieder, um sich zu erholen. Sein Lungenauswurf war tiefgrün, berichtete Heidemarie Bullenrassler. Wird Veit Dornberg verlassen und wieder zu einer Kur aufbrechen wie schon vor vielen Jahren? Dazu passt, was uns ein Knecht aus Dornberg erzählte. Veit überträgt offenbar vermehrt Aufgaben an andere. „Ich musste die ganze Woche die Zenza melken, dass durfte ich sonst nie“, sagte der Knecht. Zenza ist Veits Lieblingskuh. Wohin Veit will, ist noch nicht bekannt und auch wann er wieder zurückkommt, steht in den Sternen. In den wenigen Wirtshäusern Lichtenmeers ist Veits nahender Abschied neben dem Orküberfall Gesprächsthema Nummer eins. Nicht nur die Bauern werden ihn sehr vermissen.
 
         
 
Die Drachen kommen
 
Der Kommentar
von M. Einung
 
 

Der König kommt! Dragan I. will in diesem Jahr nicht nur das Dornberger Turnier besuchen, sondern sogar daran teilnehmen. Überall in Aquillon und den Provinzen Trawoniens rufen Meldereiter die Botschaft aus und verteilen Aushänge an den zentralen Dorfeichen: Der König sucht Mitstreiter für eine neue Pompfballmannschaft. Sie soll den schönen und furchteinflößenden Namen „Drache von Aquilda“ tragen. Lichtenmeer ist stolz, den König nebst Hofstaat beherbergen zu dürfen.

 
Dragan ohne Zepter

Der König kommt und Lichtenmeer jubelt. Die Bevölkerung hat offenbar bereits vergessen, dass Dragan im vergangenen Jahr – trotz Ankündigung – nicht zum Turnier erschien. Der König ist beliebt, ihm wird verziehen. Doch viel bemerkenswerter ist: Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Landes greift der König höchstpersönlich zur Pompfe, um am Turnier teilzunehmen. Pompfball ist angekommen! Einst ein Spiel der Bauern, schickt es sich an, die Städte zu erobern und macht auch vor dem Königshof nicht halt. Mit dem „Drachen von Aquilda“ stellt jetzt erstmals die Hauptstadt eine Mannschaft. Trawonien hält trotz Kriegszeiten den Atem an: Für zwei Tage im August wird König Dragan sein Zepter abgeben. Dann heißt es „Ausnahmezustand“. Dann regiert KÖNIG POMFBALL!

 
         
 
König, Kegel und der Krieg
 
 
Ridan - Vogt Vengard und der Keiler Thalmann aus Lichtenweiler sind vor wenigen Wochen nach Ridan gereist, wo sie das große Heerlager in Augenschein nahmen. Hier sammeln sich seit Wochen tausende Krieger der trawonischen Armee. Ob König Dragan mit diesen Mannen Kerfrek retten oder gar Kerawed zurückerobern will, ist dem Dorfboten noch nicht bekannt. Vengard und Thalmann halten sich bedeckt, obwohl es heißt, sie haben bei einer Feierlichkeit in der Nähe des Heerlagers mit dem König persönlich über die Schlachtpläne gesprochen. Bei dieser Gelegenheit gab es auch ein großes Kegelturnier, das unser herrlicher König gewann. Aber auch Thalmann und Vengard hätten sich achtbar geschlagen. Enttäuschend sei das Abschneiden der Kerfreker Ristritin („Die Katze von Kerfrek“) und Mcboarstone gewesen, die beim Spielen und Wetten angeblich ein kleines Vermögen verloren.
 
 
 
 
DORNBERGER DORFKLATSCH - aufgezeichnet von T. Ratsche

Bou als Minnnedichter?

Die jüngste Queste des Fähnleins konnte nur unter Einsatz aller Fähigkeiten der tapferen Streiter erfolgreich bestanden werden (siehe Hauptbericht). Besonders hervorgetan haben soll sich dabei der Bou, der als Eiziger in der Lage war, einer geheimnisvollen Schönheit aus dem Stand ein Liebesgedicht von solcher Reinheit und solchem Liebreiz vorzutragen, dass Schöne tatsächlich dahinschmolz und den Weg zur nächsten Prüfung freigab. Dass Heidemarie und andere dem Bou soufliert haben sollen, halten unsere Informanten für böswillige Behauptungen neidiger Mitstreiter, deren klobige Zungen wohl einfach keine Konkurrenz zu Bous damenbetörender Wortgewandheit sind.


Spin Opfer von Orks?

Gerüchten zufolge soll der wackere Spin, einst ruhmreicher Mitstreiter der Fähnleinsmannen, in den nördlichen Wäldern von Orks an einen Baum gefesselt worden sein, um ihn später zu opfern. Sowohl Spin als auch das Fähnlein schweigen sich zu den genauen Umständen jedoch hartnäckig aus.
     
Bou wird spendabel

Auf der jüngsten Queste des Fähnleins soll sich der Bou von einer ganz neuen Seite gezeigt haben. Kannte man ihn bisher in ganz Lichtenmeer als den Schreck jeder Speisekammer, berichtet jetzt ein Fähnleinskrieger, der ungenannt bleiben will, dass der Bou freigiebig getrocknete Apfelstücke an das Fähnlein AUSGETEILT haben soll. Unser Gewährsmann berichtet davon, dass es sich um echte Köstlichekiten gehandelt haben soll und nicht etwa um schimmelige Ware. Der Dorfbote fragt sich: Wird der Bou jetzt erwachsen?

 

Saugrub bei Ferntouristen immer beliebter

Als das Fähnlein den Sieg über die marodierenden Orks im Norden feiern wollte, staunten die Kämpen nicht schlecht: Im abgelegenen Saugrub trafen die Helden vieler Schlachten auf drei (!!!) Durchreisende, die direkt aus den Sümpfen gekommen waren.

Der Wirt soll so schockiert gewesen sein, dass es mehrere Stunden dauerte, bis Bier und Essen herbeigeschafft waren. Derweil wurden die Fremden aus den Proviantsäcken des Fähnleins verköstigt.

 
       
   
     
 
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